Idee und Emotion frech mischen. Die Komplexität jedes Individuums, die Zerbrechlichkeit der menschlichen Beziehungen durch Haltungen, Ausdrücke malen.
Die Komposition ist im Dienst meiner Fragen, spontane Reaktionen gegenüber direkt oder indirekt erlebten täglichen Situationen. Oft sind die Gefühle vergraben und tauchen nach einiger Zeit wie eine Evidenz auf, wie wenn sie erst nach einer Reifung zum Ausdruck gebracht werden könnten. Die Komposition ist eher eine Suggestion. Die Malerei kommt fast sur gleichen Zeit ; durch sie vergisst man oft bis zur Bedeutung der Inszenierung, um über die Schwierigkeit der Kommunikation etwas auszudrücken.
Ich liebe den Strich, den gestrichelten, "zerknüllten" Strich, denn er verbindet mit der Existenz.
Die Inszenierung der Personen in einem gegebenen Raum ist durch den Farbenzauber dominiert ; Rhythmen und Ausdrücke entwickeln sich natürlich, wie eine akute Intuition.
Mein Malvorgang besteht meistens durch Löschung, bevor ich das Wesentliche erreiche.
Ich schöpfe meine Inspiration in der täglichen Beobachtung meiner mehr oder weniger nahen Umgebung. Die Malerei erlaubt mir, eine Befragung und eine Revolte in Bezug auf den Zynismus der heutigen Gesellschaft auszudrücken.
Ich male, um die Welt, in der ich lebe, zu verstehen.
Darum verbinde ich meine Erfahrung und die Beobachtung des Menschen durch willentlich kontrastierte Lektüre (momentan lese ich S. Beckett und H. Murakami) und Kunstgeschichte (man kann durch feine Suggestionen Erinnerungen an Meisterwerke wachrufen).
Mein Interesse geht ans Theater, sein Reichtum nährt mich und gibt mir nicht nur einen Impuls für meine malerische Geste sondern inspiriert mich zur Befragung über den Menschen - sozial sowie tierisch (körperlich).